Würde des Kindes

Projekt

Der Begriff der Menschenwürde wird in der Ethik selten im Zusammenhang mit Kindern thematisiert, während er mit Blick auf andere vulnerable Gruppen (etwa behinderten, dementen oder "ungeborenen" Personen) eine prominente Rolle spielt. Auch zeigen PhilosophInnen, die sich mit dem Begriff der "Menschenwürde" beschäftigen, wenig Interesse an der Frage, wie sich dieses Konzept auf die Gruppe der Kinder anwenden lässt.

Das Forschungsprojekt fragt nach den Gründen für diesen Umstand und geht in diesem Zusammenhang zwei Annahmen nach: (i) dass die Berücksichtigung des Menschenwürdebegriffs die Debatte um die moralisch angemessene Behandlung von Kindern bereichern kann, und (ii) dass sich der Begriff der Menschenwürde klären und schärfen lässt, wenn nach seiner Anwendung auf die Gruppe der Kinder gefragt wird.

Das Forschungsprojekt ist  interdisziplinär angelegt. Das philosophische Nachdenken darüber, was die Achtung vor der Würde des Kindes bedeuten könnte, wird sich in den praktischen Kontexten bewähren müssen, während sich konkrete Forderungen in den Bereichen der Medizin, der Pädagogik und im Recht mithilfe der konzeptuellen Arbeit der PhilosophInnen fundieren und schärfen lassen.

Eine erste Phase des Projektes wurde finanziert durch die Stiftung 3FO. Die Entwicklung eines grösseren Drittmittelantrags wird gegenwärtig vom Netzwerk Menschenwürde unterstützt.

Personen

Projektverantwortung: Dr. Barbara Bleisch, Dr. des. Holger Baumann

ProjektmitarbeiterInnen: BA iur. Anja Binder, lic. jur. Tanja Trost, Dr. phil. Johannes Giesinger, Dr. med. Jürg Streuli