Promotionen, Habilitationen

Promotionsarbeiten

Monika Wilhelm:
Literatur-Appropriation. Beiträge literarischer Texte zur Behandlung ethischer

Die Arbeit fragt nach Beiträgen literarischer Texte bezüglich dreier Aspekte: (1) Welche Rolle spielen literarische Texte im Zusammenhang mit der Frage, wie wir uns die Welt, Personen und Dinge sowie deren Beziehungen vorstellen? (2) Was bedeutet das für die Wahrnehmung von Situationen, die uns ethisch relevant erscheinen? (3) Welche Art von Erkenntnis lässt sich aus literarischen Texten gewinnen und wie entfaltet sich diese Erkenntnis im Leben und Handeln? 

Die Antworten sollen anhand von Beispielen von Beschreibungen konkreter Situationen, in denen literarische Texte vom Autor und Theologen Kurt Marti eine Rolle spielen, überprüft werden.


Sebastian Farr:
Einbindung von Spitalseelsorgenden in Prozessen ethischer Entscheidungsfindung

Das Dissertationsprojekt versucht mit empirischen Methoden zu erheben (1) mit welchem Spektrum an ethischen Konflikten Spitalseelsorgende in ihrer Berufspraxis konfrontiert sind und (2) wie sie mit der Kombination aus seelsorgenden und ethikberatenden Rollenanteilen in ihrer professionellen Identität umgehen. 

Abgeschlossene Promotionen

Michael Braunschweig:
Zwischen Kategorizität und Kontingenz. Existenzhermeneutische Untersuchungen zur Denkform des Ethischen

Angenommen summa cum laude 02.03.2018, betreut durch: Prof. Dr. Richard Amesbury (Zürich), Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Ingolf U. Dalferth (Claremont), Drittgutachterin: Prof. Dr. Christiane Tietz

Habilitationsarbeiten

Michael Braunschweig:
„Kirchenasyl“ – Legitimation, Legalität und Akzeptanz des gesellschaftspolitischen Engagements von Kirchen im Asyl- und Migrationsbereich (Arbeitstitel)

Das Projekt untersucht die Praxis des Kirchenasyls in der Schweiz in empirischer, rechtsethisch-politischer und ekklesiologisch-ethischer Perspektive. Die Debatten um Kirchenasyl und die Unterstützung von Hilfesuchenden insbesondere in Hinblick auf die Frage nach der Legitimation zivilen Ungehorsams bilden den Anlass für eine fundamentalethische Verhältnisbestimmung der Aufgabe, Rolle und Handlungsspielräume der Kirchen in einem demokratisch-liberalen Rechtsstaat. In empirischer Hinsicht wird zunächst geklärt, wie verbreitet Kirchenasyl und die Unterstützung von irregulären Aufenthaltern in der Schweiz durch kirchliche Akteure sind und wie diese Praktiken zu verwandten Praktiken der humanitären Unterstützung im migrationsrechtlichen Grau- und Grenzbereich in Verhältnis zu setzen sind. In ekklesiologisch-theologischer Perspektive wird nach den Legimitationsmustern gefragt und im Horizont der theologisch-ekklesiologischen Selbstverortung von Theologie und Kirche in einer pluralistischen und säkularen Gesellschaft verortet. In rechtsethisch-politischer Perspektive wird geklärt, inwiefern sich diese und verwandte Formen zivilen Ungehorsams durch weltanschaulich determinierte Organisationen wie den Kirchen aus der Perspektive des säkularen Staates und seiner rechtlichen und politischen Institutionen zu beurteilen sind und wo der Staat Grenzen ziehen (muss). Kriteriologisch-normativ soll herausgearbeitet werden, unter welchen Bedingungen und inwieweit ziviler Ungehorsam als Schrittmacher des demokratischen Prozesses verstanden werden darf.