Die Zeit des Sterbens - Interdisziplinäre Forschungstagung - 18. und 19. Juni 2026
Die alte Frau stirbt nach einem langen und erfüllten Leben, ein Kind immer zu früh. Wer Sterbehilfe in Anspruch nimmt, setzt den Moment seines Ablebens selbst fest, während andere Menschen auf viele weitere Tagen mit ihren Liebsten hoffen. Das Leben ist vergänglich, unsere Zeit auf Erden verrinnt, eines Tages endet sie. Doch wer weiß, die Zukunft ist offen, womöglich ist unsere Zeit nicht durch den Tod begrenzt.
Sterben und Tod haben ihre eigene Zeit, eine besondere Zeitlichkeit. Konfrontiert damit, dass es zu Ende geht mit uns, werden die Zeit-Dimensionen des Daseins in eigentümlicher Weise bedeutsam. Wie viel Zeit uns bleibt, wann es soweit ist, was wir mit der restlichen Zeit anfangen: Unwägbarkeiten, die verunsichern und Angst einjagen, aber auch den Augenblick hervortreten und zur Hoffnung verleiten können.
Die interdisziplinäre Forschungstagung will den temporalen Aspekten des Lebensendes und den Zeitdimensionen von Sterben und Tod auf den Grund gehen. Dabei sollen die mannigfaltigen Zeit-Fragen des Lebensendes und dessen zeit-bedingte Herausforderungen ethischer, sozialer, psychologischer, theologischer, historischer und kultureller Art in Augenschein genommen werden.
Zur Diskussion stehen Haltungen, Praktiken, Probleme und Formen des Umgangs mit der Zeit des Sterbens, unter anderem: Gibt es einen idealen Zeitpunkt des Ablebens? In welcher Weise werden Zeitaspekte von Sterbehilfe in der Literatur aufgegriffen? Was passiert, wenn der Tod zu früh kommt und ein Kind stirbt? Oder die Zeit des Sterbens lang andauert, etwa bei Demenz? Und was dachten frühere Generationen über die Zeit des Sterbens?
Donnerstag, 18. Juni, 13 Uhr bis 17.45 Uhr
Freitag, 19. Juni, 08.30 Uhr bis 17:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Theologische und Religionswissenschaftliche Fakultät, Raum 200
Die Tagung ist allen Interessierten kostenlos zugänglich, Anmeldung bis 8. Juni erbeten
Programm (PDF, 47 KB) Zeit des Sterbens 18. und 19. Juni 2026