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3. Workshop "Inductive Theology"

Gründung des "International Network for Inductive Theologies" (Juli 2025)

Ausgangspunkt der Tagung war die Frage, wie sich systematische Theologie – verstanden als Reflexion des Glaubens sowie von Sinn- und Wertfragen im Licht der theologischen Tradition – auf gegenwärtige Lebenswelten, Orientierungen und Überzeugungen bezieht. Vorausgegangen waren dem Workshop drei Tagungen, die der inhaltlichen internen Verständigung über den Forschungsansatz induktiven Vorgehens in der Systemtischen Theologie gewidmet waren. Auf diese Weise konnte ein neuer Ansatz für zeitgenössische und gegenwartsbezogene systematisch-theologische Forschung entwickelt werden.

Zu Beginn des Workshops im Juli 2025 stand die Verständigung auf finale gemeinsame Standards und Anliegen im Vordergrund, und so stand die Verortung und Erprobung des erarbeiteten Ansatzes im Austausch mit anderen theologischen Disziplinen im Fokus des Interesses. Hierfür leistete Prof. Dr. Thorsten Moos einen Beitrag mit dem Titel „Competencies and Roles of a Contemporary Theology“. Anschliessend waren Vertreter:innen weiterer theologischer Fachdisziplinen (exegetisch und historisch) eingeladen, sich mit unserem Ansatz auseinander zu setzen und von ihren eigenen Erfahrungen mit induktiver Forschung zu berichten: Dr. Nancy Rahn, Prof. Dr. Thomas Schlag, Dr. Luca Baschera, Prof. Dr. Luzia Sutter Rehmann. Im Austausch mit Referent:innen aus Kulturwissenschaften (Prof. Dr. Judith Gruber, Dara Straub, Dr. Ryszard Bobrowicz) und Praktischer Theologie (Prof. Dr. Ted Smith) trat zudem die Frage der Vermittlung und Kommunikation dieses Ansatzes in den Fokus des Workshops. Der Austausch trug massgeblich zur Profilierung der Methodologie und Theorie des Anliegens induktiver Forschung in der Systematischen Theologie bei.

Im Verlauf des Workshops gründeten wir das „International Network of Inductive Theologies“ (InIT), um unsere Arbeit zu verstetigen und den Austausch und Weiterentwicklung unseres Ansatzes auch über längere Zeit zu gewährleisten. So können die erarbeiteten Impulse über die Workshops hinaus nachhaltig in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht und weiterentwickelt werden.

Als Board-Mitglieder von InIT konnten gewonnen werden:

Desweiteren konnten wir am zweiten Tag des Workshops intensiv an Aufbau und Konzeption der einzelnen Beiträge für das geplante BRILL Handbook on Inductives Theologies arbeiten. Die Autor:innen stellten in hybriden Workshops ihre geplanten Artikel vor und erhielten peer-feedback. Seit November sind bereits zahlreiche Artikel eingegangen, sodass wir zuversichtlich sein können, das Handbuch im Herbst 2026 zu publizieren. Herausgeber: Matthew R. Robinson, Lea Chilian, Frederike van Oorschot, Evan Kühn.

Weitere Informationen finden sich hier

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